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Ch & Ch

Liebe Leser,

 

im Moment ackere ich simultan auf etlichen Baustellen, daher geht es hier leider nur unzureichend vorwärts - auch sehr zu meinem eigenem Leidwesen.

Neben der Tatsache, dass ich meinen Vater pflege (Mama braucht ja auch mal Urlaub!), lese ich für einen sehr guten Freund gerade seinen 600-Seiten-Roman Korrektur und mich auch gerade in Sinai wieder ein, um ihn weiter zu schreiben. Darüberhinaus schreibe an Plange Teil 27 weiter.

Aber ich habe einen Ausriss gefunden, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Er ist zwar als Plot für Sinai entstanden, aber man kann ihn auch als Einzelgeschichte veröffentlichen.

 

Ich wünsche viel Spaß bei der Lektüre:

 

 

Es war kurz vor Ende des letzten Jahrtausends, also zu einer Zeit, in der Digitalkameras gerade die Türen der Versuchslabore verlassen hatten und frisch auf den Markt kamen. Jedenfalls waren sie für mich als armen Studenten zum damaligen Zeitpunkt unerschwinglich. Aber mein größtes Hobby ist nun einmal die Photographie und ich nannte – Oma sei Dank – eine ziemlich gute (und teure) Fotoausrüstung mein eigen. Alles in allem, so knappe fünf Kilo inklusive passenden Koffer, die ich da mit mir rumschleppen musste, wenn ich meinem zweiten Hobby, dem Reisen frönte. (Unter uns gesagt, ich habe sogar mal ein Stativ mit auf das Kleine Matterhorn geschleppt, nur um eine einzige Rundaufnahme zu machen.)
Das Erlebnis, über das ich euch berichten will, ereignete sich auf meinem ersten Tripp nach New York. Ich, Christoph Alexander von Waldendorf, hatte mein Jura-Studium in München gerade beendet und wollte noch etwas erleben, ehe ich mich in die Beschaulichkeit des Allgäus zurückziehen müsste. Die Vergabestelle in München hatte mich dem Landgericht Kempten zugeteilt, wirklich toll; ich hätte kotzen können.
 
 

 

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26 - Sesamöl

Eine persönliche Anmerkung:
Ich bitte Euch auch um Verzeihung, dass es so lange gedauert hat, diesen Teil zu vollenden; Asche über mein Haupt. Aber Stress auf der Arbeit, Korrektur von zwei Büchern, deren Drucktermin unmittelbar bevorstand, und ein paar Tage Urlaub können diese Verspätung wohl erklären, nicht aber entschuldigen. Dann, als ich mich wieder ans Schreiben machte, stellte ich mit Schrecken fest, dass ich vergessen hatte, eine für die weitere Handlung wichtige Person in die Geschichte zu integrieren.
An einer Passage dieses Teils habe ich über vier Wochen gesessen und gebrütet. Mindestens 30 Anläufe waren nötig, um diese Klippe wohlbehalten zu umschiffen. Ich hoffe, ihr seid mit dem Ergebnis, was schlussendlich raus kam, einverstanden.

In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen!

Euer
DariusvB

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Für MaikelDN
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Tja, lieber Leser, mit solchen Reaktionen auf die „silberne Episode“ hätte ich nicht gerechnet. Ich bedanke mich herzlich bei all denjenigen, die sich entweder mit ihren Anmerkungen unter der Geschichte verewigt oder mir eine persönliche Mail dazu geschrieben haben. Ich habe mich riesig gefreut oder, um es im Sinne eines Konrad Peckenbergs zu sagen, ich hatte einen inneren „Reichsparteitag“.
Nur durch die Kommentare werde ich ja mehr oder minder gezwungen, meine Abende nicht bei meinem Russen, sondern am Schreibtisch zu verbringen. Es liegt somit an euch, wie schnell die Geschichte weitergehen wird. Aber da wir gerade beim Gehen sind: Das Leben geht weiter und die Geschichte auch. Also ab zum Wesentlichen!

 

Die Beerdigung hatte ich, trotz Schneeregens, überlebt und auch die Diskussion mit Marvin bezüglich seiner Kostümierung zu Karneval. Er wollte doch tatsächlich als Wasserballer nur in Schwimmshorts und Bademantel am Rosenmontagszug in unserem Städtchen teilnehmen. Wären wir in Brasilien, ich hätte nichts dagegen gehabt, aber hier? Wir waren schließlich in Mitteleuropa und Rosenmontag war am ersten Montag im Februar. Ich konnte ihn schlussendlich überreden oder überzeugen, sich als Scheich mit Strumpfhose unter dem Kaftan zu verkleiden. Aber ich greife wieder einmal vor, man möge mir verzeihen.

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Sollen die Geschichten nur noch für registrierte User komplett lesbar sein?

Ja, bin ich für!
56% (22 Stimmen)
Nein, soll so bleiben, wie es ist!
36% (14 Stimmen)
Mir egal!
8% (3 Stimmen)
Gesamte Stimmenzahl: 39
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Der Staatsanwalt und der Puppenspieler

Ich ließ den Tag ruhig angehen, denn außer der Silberhochzeit eines Arbeitskollegen stand heute nichts auf meiner Agenda. Der Wecker klingelte nicht wie gewohnt um sechs, sondern erst um zehn. Nachdem ich mich mühsam aus dem Bett geschält und den Jogginganzug übergezogen hatte, machte ich mich auf den Weg in die Bäckerei um die Ecke. Mit frischen Brötchen und Croissants bewaffnet, ging es auf den Rückweg, der Kaffee musste derweil durchgelaufen sein. Aus dem Briefkasten nahm ich die Post und die Samstagszeitung und eilte in meine Behausung. Noch im Aufzug sortierte ich die Briefe: dreimal Werbung, eine Rechnung und ein Brief meines alten Studienkollegen Jost Geldermann.

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Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, ich bin da keine Ausnahme. Unter der Woche klingelt der Wecker jeden Morgen um 6:30, nach den Nachrichten erhebe ich mich dann von der Schlafstatt, begebe mich nach dem Füllen des Kaffeeknechts ins Bad, um das morgendliche Duschritual zu zelebrieren. Den Gang aufs Klo erledige ich in der Duschtasse, kommt ja ei in die gleiche Kanalisation. Frisch gewaschen und gekämmt geht es dann über die Küche, der Toaster und der Eierkocher wollen ja auch gefüllt werden.
Auch das Frühstück läuft nach immer dem gleichen Schema ab: auf die erste Toastscheibe kommt Marmelade, auf die Zweite der Imkerhonig meines Nachbarn. Der dritte Toast wird nur gebuttert und mit Salz bestreut und zum mittelhart gekochten Ei, kommt von einem anderen Nachbarn, verzehrt. Das letzte geröstete Weißbrot wird mit Nutella beschmiert und meistens hastig verschlungen, denn wenn der Sport im Frühstücksfernsehen ausgestrahlt wird, haste ich ins Schlafzimmer, um mich fürs Büro fertig zu machen.
Meistens starte ich den Wagen, wenn der Nachrichtensprecher beginnt, die Regionalnachrichten zu verlesen. Wenn dann der Verkehrshinweis einen Stau am nahegelegenen Autobahnkreuz verkündet, biege ich rechts in die Hauptstraße ein, die mich zu meinem Büro in der 20 Kilometer entfernten Kreisstadt führt. An der ersten Kreuzung auf der Strecke, wenn man die beiden Einmündungen zu Bauernhöfen so nennen darf, stehen immer die gleichen Jugendlichen, die auf den Schulbus warten. Nur bei schlechtem Wetter nutzen sie den Unterstand.

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25 - 3 - 2 - 1 - MEINS

Tja, lieber Leser, ursprünglich hatte ich ja gedacht, dass die Geschichte schon längst beendet wäre, auf soviel Teile war sie wirklich nicht angelegt. Aber, ich muss es zugeben, die Sprünge, die bei nur fünf oder sechs Teilen notwendig gewesen wären, wären wirklich zu groß gewesen, um sie einfach überbrücken zu können.
Auch gestehe ich freimütig, dass es mir mittlerweile unheimlich viel Spaß macht, die Erinnerungen, von Marvins Einzug bis hin zum Telefonat im ersten Teil, einmal in schriftlicher Form zu fixieren und sie so für die Nachwelt zu erhalten. Es ist zwar ganz sicher kein literarisches Meisterwerk, ich heiße ja weder Böll noch Grass, es sind eher die Irrungen und Wirrungen des Alltags, die ich plump und stümperhaft zu beschreiben versuche. Aber augenscheinlich gefallen sie nicht nur mir. Von daher habt Dank für Eure Anregungen, für Lob und Kritik.

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24 - Türkischer Honig

Tja, lieber Leser, ich weiß zwar immer noch nicht so genau, warum unsere Familiengeschichte ein derartiger Dauerbrenner geworden ist, den so viel an Sex und anderen Obszönitäten kommt ja in der Beschreibung unseres Lebens nicht vor. Aber vielleicht liegt auch gerade darin der Reiz, dass nicht gerade wild durch die Gegend gerammelt wird. Wer weiß?
Die Gelegenheit, die sich mir gerade bietet, möchte ich dazu nutzen, einmal Dank zu sagen an die vielen Freunde dieser Story, die sich die Mühe gemacht haben, einen Kommentar zu derselben zu hinterlassen. Eure Reaktion treibt mich immer wieder an den Rechner. Also nochmals Danke und macht weiter so, denn Applaus in Form von Kommentaren ist das wahre Brot des schreibenden Künstlers.
Aber genug der Vorrede, kommen wir zum Wesentlichen.

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23 - Tippfehler

Tja, lieber Leser, das neue Jahr hatte begonnen, ein Jahr, das viele Änderungen mit sich bringen würde. Einige Änderungen standen ja schon fest, andere Wechsel bahnten sich an und da gab es immer noch die unvorhersehbaren Imponderabilien, die das Leben so mit sich brachte.
Eines aber stand schon am ersten Tag des Jahres fest, die vorangegangene Silvesterfeier würde ihren Weg in die schwulen Annalen der Stadtgeschichte finden und das aus mehreren Gründen: Für die einen war es der sprichwörtliche Neubeginn, für andere die Trennung von Altbewährtem, für einige nur ein schlechtes Essen, für andere ein gelungener Mitternachtssnack.

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Soll die Suche beibehalten werden?

Ja
68% (13 Stimmen)
Nein
5% (1 Stimme)
egal
26% (5 Stimmen)
Gesamte Stimmenzahl: 19
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Welche Geschichte soll weiter geschrieben werden?

Fotostudio Plange
55% (16 Stimmen)
Meeresrauschen
3% (1 Stimme)
Nachbarschaftshilfe
0% (0 Stimmen)
Rastplatzgeschichten
7% (2 Stimmen)
Sinai 514
34% (10 Stimmen)
Gesamte Stimmenzahl: 29
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